
Dieter Breyer in Aktion
Schwarz-gelbe Koalition bekommt am Aschermittwoch ihr Fett weg
Wo sind die FDP-Wähler? Dieter Breyer, Ortsvereinsvorsitzender der SPD Herzogenaurach, ging dieser und vielen anderen Fragen auf den Grund. In der Brauerei Heller nahm er beim politischen Aschermittwoch die Landes- und Bundespolitik aufs Korn.
Die FDP-Wähler sind seiner Meinung nach nicht mehr auf der Straße, weil sie sich gerade beim Finanzamt selbst anzeigen. Die schwarz-gelbe Koalition – „das bürgerliche Traumpaar“ – in Bund und Land ist für ihn eine Mannschaft, gegen die kann der Club noch locker Meister werden. Beißender Spott, bitterböse Ironie, aber auch Verzweiflung, angesichts der Auswirkungen des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes auf die Kommunen, bestimmen seine Rede.

Die „Bundesmutti“ und kein Minister bleiben verschont. Die Mehrwertsteuersenkung für Hoteliers fehlt dabei ebenso wenig wie die angedachte Einführung der PKW-Maut durch Peter Ramsauer. Aber auch Horst Seehofer und seine Mannen bekommen ihr Fett ab. Die Verluste der Bayern LB mit der „Almdudlerbank“ belaufen sich inzwischen auf 14 Milliarden Euro, und das ist noch nicht einmal das Ende der Fahnenstange. Davon hätte man zehn Jahre lang 5000 Lehrer bezahlen können, oder 14 Jahre keine Studiengebühren erheben müssen. Zu seinem Ärger überlegen Bayern und Baden-Württemberg auch noch, ob sie die Steuerhinterzieher-CD überhaupt kaufen sollen. „Ich tu‘ meinen Freunden weh, wenn ich sie kauf‘, die Steuer-CD“, reimt er bissig. Führungslosigkeit im Land und im Bund, ist sein vernichtendes Urteil. „Wer führen will, muss Linie vorgeben - everybody‘s darling is everybody‘s Rindvieh“.
MJ